Vino Vulcanico – Der Wein der Vulkane

Urirdische Kräfte lauern unter ihm, lodernde Lavaflammen erheben sich gelegentlich über ihm... dem Vulkan. Um vielleicht nur anzudeuten, aber dies mit Nachdruck, dass die Weinreben auf seinen Lava- und Ascheböden womöglich nur geduldet sind.

Gerade deshalb sind sie so faszinierend, die Weine von vulkanischen Böden, weil sie einen Hauch der Macht aus dem Innern unseres Planeten hervorholen, und ins Glas bringen. Von den Hängen des mächtigen Ätnas über die vulkanischen Isole Eolie mit dem dampfenden Vulcano und dem stets wachen Stomboli, bis zum schlafenden Vesuv und der Megamagmakammer unter den »Brennenden Feldern«, den Campi Flegrei... ein faszinierendes Vulkanweinpanorama, einzigartig in Europa.

Doch damit noch nicht genug. Zwar ist er erloschen, doch hat er der Oberwelt genug Vulkan hinterlassen, damit auf seinen Ausläufern einige der spannunsgreichste Rotweine Italiens aus der Rebsorte Aglianico gedeihen können, der Vulture im Nordosten der Basilikata. Ein Sprung gen Westen bringt uns in eine weitere Vulkanweinlandschaft Italiens, Frascati und die Castelli Romani im Sudosten Roms. Zwar in zahlreichen Trinkliedern ordentlich folklorisiert, schlummert hier doch noch einiges an vulkanischem Weinpotenzial.

Und wer denkt, damit sei vulkanisch Schluss in Italien, dem ist vielleicht nicht bewusst, dass Venetien locker gleich vier Vulkanweinbereiche aus dem Lavaärmel schüttelt. Die bekannteste Landschaft sind sicher die Colli Euganei dank ihrer Thermen, eine abrupt aus der ansonsten flachen Landschaft sich erhebende Ansammlung von Vulkankegeln. Dann sind da noch die Ausläufer der Monti Lessini, wo auf 500 Metern Höhe die kantige Durella-Rebsorte das Sagen hat. Aus ihr erzeugen einige wenige Weingüter einige der besten Schaumweine ganz Italiens mit klassischer Flaschengärung, die lange reifen können (und möchten).

Nicht weit entfernt von dieser feinschäumenden Enklave, etwas weiter südlich, erstreckt sich das Anbaugebiet Gambellara. Auch hier waren vulkanische Urkräfte am Werke, wie markante Gesteinsformationen zu erkennen geben. Hier ist ein Weißwein-Eldorado und ein Mekka der Naturweinszene, und der weiße Platzhirsch heißt Garganega.

Zum Schluss dieses Vulkanwein-Panoramas Italiens kommt, vielleicht überraschend, einer der bekanntesten Rotweine des Landes zum Zuge, der Valpolicella. Vor allem im historischen Classico-Hugelbereich herrschen vulkanische Böden vor, die ihm und seinen inzwischen populäreren Brüdern Ripasso und Amarone einen packenden Stil verleihen.

Gewiss genug Wege zu einem guten Schluck vom Vulkan...

Vesuv_am_morgen Der Vesuv in der Morgendämmerung (Photo altrovino)

Urirdische Kräfte lauern unter ihm, lodernde Lavaflammen erheben sich gelegentlich über ihm... dem Vulkan. Um vielleicht nur anzudeuten, aber dies mit Nachdruck, dass die Weinreben auf seinen... mehr erfahren »
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Vino Vulcanico – Der Wein der Vulkane

Urirdische Kräfte lauern unter ihm, lodernde Lavaflammen erheben sich gelegentlich über ihm... dem Vulkan. Um vielleicht nur anzudeuten, aber dies mit Nachdruck, dass die Weinreben auf seinen Lava- und Ascheböden womöglich nur geduldet sind.

Gerade deshalb sind sie so faszinierend, die Weine von vulkanischen Böden, weil sie einen Hauch der Macht aus dem Innern unseres Planeten hervorholen, und ins Glas bringen. Von den Hängen des mächtigen Ätnas über die vulkanischen Isole Eolie mit dem dampfenden Vulcano und dem stets wachen Stomboli, bis zum schlafenden Vesuv und der Megamagmakammer unter den »Brennenden Feldern«, den Campi Flegrei... ein faszinierendes Vulkanweinpanorama, einzigartig in Europa.

Doch damit noch nicht genug. Zwar ist er erloschen, doch hat er der Oberwelt genug Vulkan hinterlassen, damit auf seinen Ausläufern einige der spannunsgreichste Rotweine Italiens aus der Rebsorte Aglianico gedeihen können, der Vulture im Nordosten der Basilikata. Ein Sprung gen Westen bringt uns in eine weitere Vulkanweinlandschaft Italiens, Frascati und die Castelli Romani im Sudosten Roms. Zwar in zahlreichen Trinkliedern ordentlich folklorisiert, schlummert hier doch noch einiges an vulkanischem Weinpotenzial.

Und wer denkt, damit sei vulkanisch Schluss in Italien, dem ist vielleicht nicht bewusst, dass Venetien locker gleich vier Vulkanweinbereiche aus dem Lavaärmel schüttelt. Die bekannteste Landschaft sind sicher die Colli Euganei dank ihrer Thermen, eine abrupt aus der ansonsten flachen Landschaft sich erhebende Ansammlung von Vulkankegeln. Dann sind da noch die Ausläufer der Monti Lessini, wo auf 500 Metern Höhe die kantige Durella-Rebsorte das Sagen hat. Aus ihr erzeugen einige wenige Weingüter einige der besten Schaumweine ganz Italiens mit klassischer Flaschengärung, die lange reifen können (und möchten).

Nicht weit entfernt von dieser feinschäumenden Enklave, etwas weiter südlich, erstreckt sich das Anbaugebiet Gambellara. Auch hier waren vulkanische Urkräfte am Werke, wie markante Gesteinsformationen zu erkennen geben. Hier ist ein Weißwein-Eldorado und ein Mekka der Naturweinszene, und der weiße Platzhirsch heißt Garganega.

Zum Schluss dieses Vulkanwein-Panoramas Italiens kommt, vielleicht überraschend, einer der bekanntesten Rotweine des Landes zum Zuge, der Valpolicella. Vor allem im historischen Classico-Hugelbereich herrschen vulkanische Böden vor, die ihm und seinen inzwischen populäreren Brüdern Ripasso und Amarone einen packenden Stil verleihen.

Gewiss genug Wege zu einem guten Schluck vom Vulkan...

Vesuv_am_morgen Der Vesuv in der Morgendämmerung (Photo altrovino)

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